PM: Erneut Sitzblockade im rheinischen Braunkohlerevier angekündigt

Pressemitteilung

Erkelenz, 14.08.2019

Erneut Sitzblockade im rheinischen Braunkohlerevier angekündigt

Aktionsgruppe „Kohle erSetzen!“ ruft zu großer Aktion Zivilen Ungehorsams am 22.-25. August auf

 

Am letzten Augustwochenende werden zum Abschluss des Klimacamps im Rheinland hunderte Menschen in der Aktion „Kohle erSetzen!“ Braunkohleinfrastruktur blockieren. Mit der Aktion Zivilen Ungehorsams fordern sie, dass der Kohleausstieg in rasantem Tempo in nur wenigen Jahren erfolgen muss. An der Sitzblockade werden Schüler*innen, von der Umsiedlung bedrohte Dorfbewohner*innen, Klima-Aktivist*innen und Energiewende-Veteran*innen teilnehmen. Von Jung bis Alt widersetzen sich damit immer mehr Menschen dem zerstörerischen Braunkohleabbau.

PM: Radeln für Klimagerechtigkeit – Protest-Fahrradtour startet am Freitag in Lüneburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

unter dem Motto „#reCycleRhineland – Klimagerechtigkeit erfahren“ startet am 19. Juli in Lüneburg eine Protestfahrradtour der Aktionsgruppe „Kohle erSetzen!“. Die Fahrradtour hat das Rheinische Braunkohlerevier zum Ziel, das Mitte August nach einer Strecke von gut 800 km erreicht wird. Dort wird Kohle erSetzen! zu Gast auf dem Klimacamp im Rheinland sein und ruft für den 22.-25. August zu einer Blockade der Braunkohleinfrastruktur auf. Im Rahmen der Fahrradtour werden Infoveranstaltungen und verschiedene Aktionen zum Thema Klimagerechtigkeit in mehr als 20 Städten organisiert. Dabei sind alle Menschen herzlich Willkommen, die Fahrradtour auf unterschiedlichen Etappen zu begleiten. Die Pressesprecherin von Kohle erSetzen!, Clara Tempel, betont: „Mit der Fahrradtour wollen wir uns auf den Weg in eine klimagerechte Zukunft machen. Wir informieren Menschen über unsere Aktion Zivilen Ungehorsams und laden sie ein, bei der Sitzblockade mitzumachen, während wir in die Pedale treten für einen schnelleren Kohleausstieg.“

Zum Auftakt der Fahrradtour findet in Lüneburg eine sogenannte „Critical Mass“ (eine Fahrraddemo) statt, die am 19.7. um 11 Uhr am Clamartpark beginnt. Sie sind herzlich eingeladen vorbeizuschauen und von der Veranstaltung zu berichten. 

Mit freundlichen Grüßen,

Clara Tempel und Mira Jäger

(Pressesprecherinnen Kohle erSetzen!)

Kontakt:
Infotelefonnummer für die Fahrradtour: 0163 / 87 17 238

Mobi-Fahrradtour – Sei dabei!

Schon den Urlaub gebucht? Die Ferienwohnung klar gemacht? Dann stornier deinen Flug!

Fahre stattdessen mit Kohle erSetzen! quer durch Deutschland. Auf den Weg ins Rheinland machen wir uns am 19.Juli in Lüneburg. Erlebe unterwegs schon spannende Demos, Aktionen und Infoveranstaltungen.

Lüneburg – Uelzen – Celle – Hannover – Hildesheim – Kreiensen – Göttingen – Witzenhausen – Bielefeld – Münster – Dortmund – Bochum – Essen  – Düsseldorf – Köln – Buir – Aachen – Mönchengladbach  – Klimacamp Rheinland

Und so kannst du uns unterstützen:

  • Sei in deiner Stadt unser_e Gastgeber_in! Wir suchen noch Schlafplätze in allen Städten auf unserer Route.
  • Organisiere mit uns in deiner Stadt eine Critical mass, Infoveranstaltung oder hast du eine eigene Idee für eine Aktion?
  • Fahre mit! Entweder nur wenige Kilometer oder gleich bis ins Rheinland!

Mehr Infos findest du auf dieser Seite.

PM: Straßenbau bei Dörfern am Tagebau Garzweiler blockiert!

„Stoppt diese Kohlestraße!“
Straßenbau am Tagebau Garzweiler blockiert

Erkelenz. Seit 8:45 Uhr blockieren rund 50 Aktive unter dem Motto „Keinen
Meter der Kohle“ den Bau der künftigen ‚Grubenrandstraße‘ L354n zwischen
Wanlo und Kaulhausen. Das Bündnis von Tagebau-Betroffenen „Alle Dörfer
bleiben! Rheinland“ sowie die Aktionsgruppe „Kohle erSetzen!“ hatten
dazu aufgerufen, sich den Bauarbeiten in den Weg zu setzen. Als Zeichen
des Widerstands haben sie gelbe Holzkreuze auf aufgeschütteten Erdwällen
platziert und Bäume auf der gerodeten Flächegepflanzt. Die Blockierenden
fordern den Erhalt aller Dörfer in den Braunkohlerevieren und die
sofortige Einleitung eines konsequenten Kohleausstiegs.

„Mit dem Bau der zukünftigen ‚Grubenrandstraße‘ schafft RWE weiter
Fakten und erhöht damit den Druck auf uns Bewohner*innen – mit dem
einzigen Ziel, unsere Dörfer doch noch abzubaggern.“, so David Dresen
aus dem bedrohten Kuckum. „Bei einem konsequenten Kohleausstieg wird
sich der Tagebau notwendigerweise verkleinern. Die neue Grubenrandstraße
braucht es deshalb nicht.“

„Die Weiterführung des Tagebaus heizt die Klimakrise weiter an. Das
gefährdet weltweit und auch in Deutschland die Lebensgrundlage von
Menschen. Dieses unverantwortliche Vorgehen untergräbt Menschenrechte.
Deswegen setzen wir uns mit unseren Körpern dem Unrecht des Straßenbaus
und der Klimakrise entgegen“, so Mira Jäger, Pressesprecherin von „Kohle
erSetzen!“.

„Wir haben Unterschriften gesammelt, demonstriert und den Dialog mit der
Landesregierung gesucht. Wir haben auf die Kohlekommission gehofft und
wurden bitter enttäuscht. Weil unsere Appelle nicht gehört wurden,
bleibt uns nichts anderes übrig, als jetzt einen Schritt weiter zu
gehen.“, so David Dresen. „Wir laden die Menschen aus der Region ein,
sich uns anzuschließen!“

Nach der Straßenblockade ist für den 22. Juni ein großer Aktionstag im
Rheinischen Revier geplant, zu dem Alle Dörfer bleiben zusammen mit
Fridays for Future, Campact, Greenpeace, BUND und den Naturfreunden
aufruft. Zudem wird es im Rahmen des Klimacamps im Rheinland vom 22.-25.
August eine weitere Aktion zivilen Ungehorsams von „Kohle erSetzen!“ geben.

Die Aktionsgruppe „Kohle erSetzen!“ setzt sich seit 2017 durch
vielfältige Aktionen des zivilen Ungehorsams für das Ende der
Kohleverstromung als Beitrag zu globaler Klimagerechtigkeit ein. „Alle
Dörfer Bleiben“ ist eine bundesweite Initiative, in der sich Betroffene
aller Braunkohle-Regionen und Aktive aus der Klimagerechtigkeitsbewegung
gemeinsam gegen Zwangsumsiedlung und Klimazerstörung einsetzen. Die
Rheinische Gruppe des Bündnisses hat sich im Herbst 2018 gegründet.

PM: Bedrohte Dörfer: Sitzblockade am Tagebau Garzweiler angekündigt

RWE missachtet Kohleausstieg mit Baubeginn von neuer Grubenrandstraße

Erkelenz, 21.05.2019. Die Aktionsgruppe „Kohle erSetzen!“ und das Bündnis „Alle Dörfer bleiben“ rufen zu einer Sitzblockade gegen den gestern begonnenen Bau der Landstraße L354n zwischen Wanlo und Kuckum auf. Die Straße wird nur benötigt, wenn weitere Dörfer für die darunter liegende Braunkohle zerstört werden. Unter dem Motto „Keinen Meter der Kohle“ wollen sich deshalb ab Montag den 27. Mai Anwohnende gemeinsam mit Aktiven aus der Klimagerechtigkeitsbewegung den Bauarbeiten in den Weg setzen.

„RWE offenbart mit diesem Straßenbau seine Ignoranz gegenüber dem kommenden Kohleausstieg,“ stellt Mira Jäger, Pressesprecherin von Kohle erSetzen!, fest. „Es ist klar: alle Dörfer werden bleiben. Denn selbst mit dem völlig unzureichenden Ergebnis der Kohlekommission dürfen die Tagebaue kaum fortgeführt werden. Somit sind sowohl das Abbaggern der Dörfer als auch der neue Straßenbau absolut überflüssig.“ Dennoch wurde für die Bauarbeiten bereits ein Waldstück gerodet, mehrere Hektar fruchtbarer Ackerboden sollen geopfert werden.

„Um weiter Fakten zu schaffen und die Menschen in den Dörfern unter Druck zu setzen, baut RWE eine neue ‚Grubenrandstraße‘ weit hinter den Dörfern. Das ist Hohn für all jene, die fest entschlossen sind, in ihren Dörfer zu bleiben,“ so David Dresen aus dem bedrohten Kuckum. Sollte der Tagebau wie von RWE gewollt fortgesetzt werden, wird die neue Grubenrandstraße erst 2027 mit der Zerstörung Kuckums gebraucht. Die Genehmigung des Neubaus hat RWE bereits seit vier Jahren. Nach RWEs bisherigen Plänen würde es reichen, wenn erst 2025 mit dem Straßenbau begonnen würde. Die Anwohnenden vor Ort gehen daher davon aus, dass RWE jetzt schon baut, um sie unter Druck zu setzen und ihnen die Lebensqualität in ihren Dörfern zu nehmen. „Den Menschen hier gezielt das Leben zur Hölle zu machen, hat bei RWE System. Der Bau der Straße hebt die Provokationen auf eine neue Stufe“ so David Dresen. „Um unserer Forderung nach einem sofortigen Stopp aller bergbauvorbereitenden Maßnahmen Nachdruck zu verleihen, sehen wir uns daher gezwungen einen Schritt weiter zu gehen und rufen dazu auf, die Bauarbeiten zu blockieren.“

RWE gräbt derzeit eine Schneise durch Felder und Wald in der vollen Breite der zukünftigen Straße. Nach Abschluss dieser Arbeiten soll die Schneise auf mögliche alte Kampfmittel und archäologische Funde untersucht werden, im Anschluss soll dann direkt der Straßenbau beginnen.

In den letzten 100 Jahren sind allein in Deutschland fast 300 Orte für den Braunkohleabbau zerstört worden. Mittlerweile ist jedoch eine breite Unterstützung für einen schnellen Kohleausstieg entstanden, wie er auch wöchentlich von Zehntausenden beim Klimastreik „Fridays for Future“ gefordert wird. Dennoch treibt RWE im Rheinischen Revier die Umsiedlung von rund 1.500 Menschen weiter voran. Sechs Dörfer und weitere Höfe sind vom Tagebau Garzweiler II nach wie vor bedroht. Für den 22. Juni lädt Alle Dörfer bleiben deshalb zu einem großen Aktionstag ins Rheinische Revier ein, gemeinsam mit Fridays for Future, BUND, Greenpeace, Campact und den Naturfreunden. An diesem Tag werden auch die Aktiven von Ende Gelände an anderer Stelle zivilen Ungehorsam gegen den Kohle-Abbau leisten.

Mit seinem Geschäft zerstört RWE nicht nur Dorfgemeinschaften in Deutschland. Als Konzern mit dem größten Treibhausgasausstoß in Europa bedroht er besonders die Existenz von Menschen weltweit, die durch die Klimakrise ihre Lebensgrundlagen verlieren. Schon jetzt leiden diese Menschen unter immer stärkeren Dürren und Extremwetterereignissen, obwohl sie am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben.

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### Kontakt und weitere Informationen

Mira Jäger, Kohle erSetzen!: 0157 / 87977480
David Dresen, Alle Dörfer bleiben: 0178 2334959

#kohlestrasse

www.kohle-ersetzen.de/
www.twitter.com/Kohle_erSetzen

http://alle-doerfer-bleiben.de/
www.twitter.com/AlleDoerfer

Voller Erfolg bei Kohle erSetzen! goes Ende Gelände

Bilder von der Aktion

Tweets aus der Aktion

Wie schnell doch die Zeit vergeht! Nun sind die Ende Gelände Aktionstage 2018 schon wieder vorbei und existieren nur noch in der Erinnerung der über 6.000 Aktivist*innen (!), von denen die meisten nun wieder ihrem Alltag nachgehen. Doch auch die gesellschaftlich immer stärker gegen die Kohle kippende Stimmung wird von diesem Wochenende bleiben.

Für alle, die nicht vor Ort waren, wollen wir gerne einen kleinen Rückblick vornehmen und vor allem von der Aktion „Kohle erSetzen! goes EndeGelände“ erzählen. Vorab sei gesagt: Alle 85 „Kohle erSetzen! goes EndeGelände“-Aktivist*innen können mächtig stolz auf sich sein! Für mehr als drei Stunden haben wir in einer auf die Unterstützung von Ende Gelände ausgelegten Aktion die Hauptverkehrsachse der Polizei zur Schienenblockade durch eine Straßenblockade blockiert und waren somit ein wichtiger Teil im Aktionsplan. Aber fangen wir vorne an!

Schon am Freitag fingen bis zu 50 Menschen an, sich parallel zu den Aktionstrainings auf dem EndeGelände-Camp zu organisieren und gemeinsam in Sprecher*innenräten und Aktionsplena die Aktion miteinander auszugestalten. Bezugsgruppenfindungen, Inforunden und Diskussionen standen auf der Tagesordnung und ließen immer mehr erahnen, wie die Aktion ausehen würde. Letzte umfangreiche Planänderungen wurden noch mitten in der Nacht von Freitag auf Samstag nötig, bis dann ein detailreicher Aktionsplan stand. Dann, am frühen Samstagmorgen, klingelten die Wecker und läuteten die Aktion ein! Ein Fußmarsch von insgesamt 10 Kilometern, dazwischen eine Busfahrt standen uns bevor, bis wir an der Hambi-Mahnwache östlich von Morschenich auf den pinken Finger von EndeGelände trafen.

Von nun an begann die heikle Phase unseres Planes. Sehr bestimmt, aber in Ruhe schlängelte sich der ca. 1.000 Menschen starke Finger inklusive der „Kohle erSetzen! goes EndeGelände“-Aktionsgruppe über Äcker und Wiesen in Richtung Hambachbahn, auf der an anderen Tagen alle 15 Minuten ein vollbeladener Kohlezug durchrauscht. Die Polizei war trotz Großaufgebot inklusive Reiter*innenstaffel nicht in der Lage, die Aktivist*innen von EndeGelände und damit auch uns aufzuhalten. Nachdem unsere kleine Aktionsgruppe einige Äcker zusammen mit dem pinken Finger überquert hatte, schritt Pink in Richtung der Schienen und „Kohle erSetzen! goes Ende Gelände“ verwirrte die Polizei endgültig: Wir lösten uns aus dem pinken Finger heraus und spazierten ungehindert auf unsere Zielstraße zu. An mehreren Einsatzfahrzeugen vorbeischreitend wussten wir, dass wir es jetzt geschafft hatten: Von diesem Moment an stauten sich hinter uns die Polizeiautos! Voller Freude über den gelungenen Coup skandierten wir „Whose Street?! Our street!!!“ (zu Deutsch: „Wessen Straße?! Unsere Straße!!!“).

Dieser Landstraße mussten wir nur noch einige hundert Meter folgen, um zu unserem endgültigen Blockadepunkt zu kommen. Dort setzten wir uns zur völligen Verwirrung der Polizeikette vor uns in aller Ruhe hin und begannen sofort mit Bannern, Seifenblasen, Chor-Gesängen und Clownerie, den Straßenraum für uns einzunehmen. Einige hundert Meter entfernt von uns strömten einige Minuten später knapp tausend Ende Geländistas auf die Schienen der Hambachbahn – dank unserer Aktion auf den letzten Metern völlig unbehelligt von der Polizei. Die Kohlezufuhr zu den Kraftwerken Neurath und Niederaußem, zwei der größten Klimakillern Europas? Abgeschnitten!

Gekesselt von der Polizei blieben wir so lange wie möglich sitzen. Kurz vor der Räumung bot sich dann die Möglichkeit, dass jede*r, der*die sich nicht durch die Polizei wegtragen lassen wollte, die Blockade verlassen kann – am Ende ohne jegliche Angabe von Personalien und mit einem Bus zurück nach Düren. Denn es war nicht Ziel, auf Biegen und Brechen eine Räumung zu erzwingen, sondern dass jeder*m die Möglichkeit gegeben wird, so lange Zivilen Ungehorsam zu leisten, wie es individuell möglich und für sich selbst verantwortbar ist. Unter Applaus, Gesang und „Viel Erfolg“-Rufen blieben 17 Aktivist*innen dennoch entschlossen sitzen, um bis zur Räumung bewusst Gesetze zu überschreiten und mit ihrem Zivilen Ungehorsam lautstark zu fordern, die Kohle zu erSetzen!

Nach einem sonnigen Tag begann die Polizei dann am Nachmittag damit, Menschen von der Straße zu tragen, und kesselte sie am Straßenrand ein. Die Aktivist*innen wurden daraufhin noch für einige Stunden in der Kälte sitzen gelassen und wurden anschließend in Gefangenentransportern in die Gefangenensammelstelle Aachen (Gesa) abgefahren. Einige waren bereit, ihre Personalien abzugeben, andere verweigerten dies. Nach anfänglich guter Stimmung wurden die Menschen aus unserer Aktionsgruppe durch die Polizei teilweise bis in die tiefe Nacht in der Gesa festgehalten und zur Hälfte erkennungsdienstlich behandelt.

Am Ende des Tages bleibt der Eindruck: einige Polizist*innen begehen immer wieder ganz bewusst klare Rechtsbrüche – und die meisten Kolleg*innen schauen schweigend weg. Zivilcourage sieht anders aus – und so werden wir auch weiter auf die Straße gehen und unser Recht auf eine lebenswerte Zukunft und eine solidarische Gesellschaft mit einem guten Leben für Alle einfordern.

Lasst uns die Kohlemeiler vom Netz nehmen und der Zerstörung ein Ende bereiten.
Kohleausstieg? JETZT!


Für die juristische Nachbereitung zu Kohle erSetzen!, also vor allem falls ihr Post von der Polizei bekommt, ist das legal_team_fuer_alle@posteo.de eure Ansprechpartnerin. Meldet euch gern direkt dort bei Post!

Post von der Polizei?

Wenn ihr Post von der Polizei wegen der Aktion am Kraftwerk Lippendorf im August 2018 bekommt: kein Grund zur Panik, der Brief ist erstmal eine reine Formalie und ihr müsst nicht darauf reagieren. Meldet euch für alles Weitere direkt bei der Jura-Selbsthilfe-AG 2018 (PGP-Schlüssel)!

Für die Aktion am Kraftwerk Neurath August 2017: Jura-Selbsthilfe AG 2017 (PGP)

Für Kohle erSetzen goes Ende Gelände im Oktober 2018: Legal Team für Alle (PGP)

Aktuelle Infos zur Campsituation

Ihr Lieben,

wir melden uns mit diesem Extra-Newsletter noch einmal kurz bei euch, weil seit gestern Abend eine Menge passiert ist.
Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, wurde das frisch aufgebaute Ende Gelände Camp in Manheim gestern Abend von der Polizei geräumt. Hier findet ihr eine Einschätzung von Ende Gelände zu den Geschehnissen: https://www.ende-gelaende.org/de/press-release/pressemitteilung-vom-25-10-2018-9-53-uhr/
Das wichtigste ist: Lasst euch davon nicht entmutigen. Es sind schon tausende Menschen aus ganz Europa unterwegs ins Rheinland. Und egal, wie viel Gegenwind wir bekommen: Wir werden unsere Zelte aufschlagen und am Wochenende in eine kraftvolle Aktion gehen. 
Eine gute Nachricht ist: Es gibt eine neue Campfläche! Sie befindet sich beim Gut Stepprath bei Düren an der Stockheimer Landstraße 171. Dort können 4000 Menschen sicher übernachten. Wenn ihr heute anreist, fahrt also auf jeden Fall dorthin.  Anfahrt mit dem Zug: Zugfahrt nach Düren-> Umsteigen in SB 98 Richtung Euskirchen (Fährt nur Mo-Fr, 7-19 Uhr) -> Aussteigen in: Düren-Schneiders (oder Laufen, ca. 1,5 Stunden).
Für den Fall, dass sich die Gegebenheiten ändern, wäre es aber gut, wenn ihr die Twitterseite von Ende Gelände im Blick habt: https://twitter.com/Ende__Gelaende
Unser erstes Kohle erSetzen! goes EG-Aktionsplenum findet trotz aller Widrigkeiten heute Abend um 19.30 Uhr im Camp Stepprath beim Kohle erSetzen!-Infopunkt statt. Haltet einfach die Augen offen oder fragt euch zu uns durch, dann werdet ihr uns finden. 
Am besten, ihr behaltet auch unsere Twitterseite im Blick, dort werden wir kurzfristige Änderungen bekannt geben: https://twitter.com/Kohle_erSetzen
Lasst uns RWE, der Polizei und den Politiker_innen in NRW zeigen, dass sie uns mit dieser Eskalationstaktik nicht abschrecken können. Wir werden zu tausenden kommen und uns den Raum nehmen, den wir brauchen, um unseren Widerstand zum Ausdruck zu bringen. 
Das wird toll!
Viele Grüße und vielleicht schon bis heute Abend
die Herbst-Crew von Ende Gelände
PS: Jetzt wird es umso wichtiger, dass ihr euch warme und wetterfeste Kleidung mitbringt. Ob für die Übernachtung in einem improvisierten Camp oder in der Aktion: Sorgt gut für euch!

Ende Gelände: Wichtige Infos

Liebe Waldretter_innen und Klimaheld_innen, 
bald ist es soweit: Kohle erSetzen! macht sich auf den Weg zu Ende Gelände! In diesem Newsletter bekommt ihr einige wichtige Infos, wenn ihr dabei sein wollt. 
Aber zu allererst wollen wir feiern: Wir haben alle gemeinsam einen riesigen Sieg errungen: Die Räumung und die Rodung des Hambacher Waldes ist vorerst gestoppt. Wir können uns alle auf die Schulter klopfen. Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, dass der Kampf weiter geht: Jetzt ist es wichtiger denn je, die öffentliche Stimmung gegen die Braunkohle aufrecht zu erhalten und ein noch deutlicheres Zeichen für einen schnellen Kohleausstieg zu setzen.
Die beste Möglichkeit dafür bietet sich am nächsten Wochenende. Bist du dabei?
Unser Plan: 
Wir werden als Kohle erSetzen! gemeinsam Ende Gelände unterstützen und das auf unsere eigene Art und Weise.
Wir werden dort sein, wo wir dringend gebraucht werden.
Wir werden einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Ende Gelände eine gelungene Aktion wird. Wir werden mit allen Kohle erSetzen!-Aktivist_innen, die Lust haben, gemeinsam in die Aktion gehen und das Gefühl vom Sommer wieder aufleben lassen. 
Was genau das alles bedeutet? Das werden wir vor Ort sehen und gemeinsam gestalten.
Dafür ist es wichtig, dass du schon möglichst früh im Rheinland ankommst. Folgende Treffen wird es geben, bei denen wir uns gemeinsam auf die Aktion vorbereiten: 
Donnerstag, 25.10., 19.30 Uhr
Freitag, 26.10., 14 Uhr
Freitag, 26.10., 19.30 Uhr
Die Treffen werden jeweils am Kohle erSetzen!-Infopunkt auf dem Ende Gelände-Camp stattfinden. 
Versuche, nach Möglichkeit, schon ab Donnerstagabend da zu sein. Falls das nicht klappt, ist es aber auch möglich, bei einem der späteren Treffen einzusteigen. Wie du ja vielleicht schon von unseren anderen Aktionen weißt: Je mehr Vorbereitungszeit, desto besser. Bei jedem der Treffen wird es eine kurze Bezugsgruppenfindung geben und wir werden gemeinsam Pläne für die Aktion schmieden. 
Allgemeine Infos: 
Die allgemeinen Infos zu Ende Gelände entnimmst du am besten der Website: https://www.ende-gelaende.org/de/
Hier gibts Informationen zur Anreise: https://www.ende-gelaende.org/de/anreise/
Hier gibts Informationen zum Zeitplan: https://www.ende-gelaende.org/de/aktion/
Und hier findet ihr den Aktionskonsens von Ende Gelände, dem wir uns anschließen: https://www.ende-gelaende.org/de/aktionskonsens/
Auf dieser Seite findet ihr noch Infoveranstaltungen und Trainings von Ende Gelände: https://www.ende-gelaende.org/de/termine/
In Lüneburg wird es am Samstag, den 20.10. von 10-16 Uhr ein Aktionstraining geben, das besonders für unerfahrene Menschen geeignet ist. Kohle erSetzler_innen sind herzlichst eingeladen: 
Universität Lüneburg, Raum C 12.108
Falls ihr spezifische Fragen zu Kohle erSetzen! goes Ende Gelände habt, könnt ihr uns jederzeit schreiben: info@kohle-ersetzen.de
Wir freuen uns riesig auf euch!
Viele Grüße
die Herbst-Crew von Kohle erSetzen!